Projektziele

Ziel der Arbeit ist es, Künstler, Kollektive, subkulturelle Gruppierungen, alternative Kunst- und Kultureinrichtungen und Vereinigungen in Bezug auf ihr „Distinktionskapital“ zu untersuchen. Die Arbeit beleuchtet dissidente, transdisziplinäre Kultur- und Kunstformen, die sich im Bereich „Graffiti“ und „Street Art“ ansiedeln. Untersucht werden Künstler/innen, Gruppierungen oder Szenen, die sich intensiv mit experimentellem und prozesshaften, den Hegemonialstrukturen entgegengesetzten „illegitimen“ Kunstformen beschäftigen bzw. diese nutzen, um sich von der Gesamtgesellschaft abzugrenzen.

Die Arbeit soll helfen gesellschaftspolitische Defizite und sozial-prekäre Lebensbedingungen der Künstler und deren Stellung und Umgang mit der Gesellschaft zu thematisieren. Ferner sollen Gegensatz- und Kontrastpaare gebildet, Parameter der dortigen konventionellen „legitimen“ Kunstarten erforscht und Lebenskonzepte der Protagonisten beleuchtet werden. Die Forschungsergebnisse sollen Interessenkonflikte, soziale, politische, kulturelle und ökonomische Aspekte des innerstädtischen Lebensalltags der untersuchten Künstler beleuchten. Im Zuge einer Querschnittsstudie sollen durch exemplarische Darstellung Motive und Interessen der regionalkulturellen Gruppen und etwaige Symetrien und Parallelen zwischen den untersuchten Ländern erläutert werden.

Fragestellungen

• Wie benutzen die Künstler/innen die jeweilige Kunstform (Street Art, Graffiti), um sich einerseits untereinander und andererseits von der Gesamtgesellschaft abzugrenzen?

• Welche Verbindungen oder Parallelen können zwischen den einzelnen Gruppen gezogen werden? Welche Verknüpfungspunkte und nachhaltige Netzwerkmöglichkeiten bestehen?

• Welcher Mehrwert entsteht für die agierenden Künstler?

• Wie schaffen es die Künstler kollektive/individuelle Identität herzustellen?

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